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Es war einmal ... und kann morgen wieder sein
Die 12 Sternzeichen in Märchen und Geschichten

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Neue LESER-DIENSTE :
Nr.11 Der Komet / Zeitenwechsel
Nr.12 Die Wiederkunft
Christi „in einer Wolke“

Eine neue Pressestimme

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Robert Leser e.K.
Ebenrainstraße 9
D-97877 Wertheim
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Neue Leseproben:

„Leuchttürme in apokalyptischer Zeit“:
- Einleitung
- „Christian, ein Leuchtturm für das Wassermann-Zeitalter“

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Wir leben in einer Zeit des Wandels

An dieser Stelle können Sie bisher unveröffentlichte Märchen oder Geschichten lesen.


Der astrologische Adventskalender
von Anne Christin Leser

Michael bekommt von seiner Großmutter ein Adventsgeschenk. Denn die Großmutter ist dagegen, den Bergen von Weihnachtsgeschenken noch etwas hinzuzufügen und hat sich auf den Advent zurückgezogen, auf die Zeit der Vorbereitung und Erwartung, wo der Verkaufsrummel erst losgeht. Michael will seiner Großmutter auch etwas schenken. Oma Astrid ist Astrologin. Also bastelt Michael einen astrologischen Adventskalender, ein Haus aus vierundzwanzig Schachteln, für jeden Adventtag eine Schachtel. Er stellt der Einfachheit halber Schokoladen- Nikoläuse hinein, die aber einen Aufkleber bekommen. Darauf schreibt er, was die Mutter ihm vorgeschrieben hat...

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Dieser Geschichte möchte ich zwei göttliche Weisheiten voraussetzen.
Die eine hat Plato ausgesprochen, von dem sinngemäß überliefert ist,
dass wer an das Gute und Schöne denkt, Anteil hat am Guten und
Schönen.
Zum anderen Jesus Christus in seiner Bergpredigt, in der er sinngemäß
davon sprach, dass wir das, was wir vom anderen erwarten, zuerst tun
sollen. Der Volksmund hat es in die Negativform gebracht: „Was du
nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“


Lebensqualität oder:
Einen Stein ins Wasser werfen

von Anne Christin Leser

Auf dem Heimweg hielt Peter an dem kleinen Delikatessengeschäft, von dem er immer, wenn er vorbeigefahren war, gedacht hatte: ‚Wieso können die nur existieren?“ So waren seine Gedanken gewesen, weil er dort noch nie eingekauft hatte. Denn er war bisher der Meinung gewesen, dass kleine Geschäfte zu teuer sind. Doch heute hatte er die übliche Billig-billig-Schleife verlassen und es war ihm nicht mehr danach, auf Billig zu achten. Denn heute hatte er den Bau-Auftrag nur bekommen, weil er sich endlich einmal aus dem Konkurrenzkampf gelöst hatte, der Billigste sein zu wollen. ...

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„Das Arbeitszimmer“ ist die Fortsetzung des Märchens „von Jungfrau Klara und den Gänseblümchen“ aus dem Buch „Es war einmal ... und kann morgen wieder sein ...“:

Das Arbeitszimmer
(„das 6. Haus des Horoskops“)

Mir wurde das Zimmer gezeigt, in dem sich die Akten häuften. In den Regalen verstaubten sie und auch auf dem großen Schreibtisch. Dieser war übersät mit Schriftstücken und Aktenmappen, die kreuz und quer lagen, unsortiert, und die - wie der Staub zeigte - schon lange nicht mehr angerührt worden waren. Auch auf dem großen Ledersessel lag ein hoher Stoß Unbearbeitetes, und der Papierkorb quoll über. Die schweren dunklen Vorhänge waren zugezogen. So konnte niemand das Drama der Überforderung sehen, unter dem Bürgermeister Heinz litt. Kein Mensch wusste es – nur die Heinzelmännchen. Aber auch die fühlten sich überfordert in diesem großen Durcheinander, denn ihnen fehlte seit dem Unglück in Köln ein Oberheinz.

Es war einmal ein Bürgermeister, der wenig von Ordnung verstand und noch weniger von Organisation und systematischer Zeiteinteilung. Und so war er permanent überfordert und verlor nach dem Tod seiner Frau, die ihm im Büro geholfen hatte, ganz den Überblick. Aber er gestand es niemandem ein, sondern stapelte weiter Akten auf seinem Schreibtisch und ließ sie verstauben. Hinein schaute er nur noch, wenn er am Ende war mit seinen Ausflüchten und dem Druck nicht mehr ausweichen konnte, weil dringend etwas erledigt werden musste. Dann konnte es auch vorkommen, dass er anfing, zu sichten und zu sortieren. Aber die Unordnung war inzwischen so groß, dass er bald wieder seinen guten Vorsätzen Adieu sagte. Denn er war schon überbeschäftigt mit den Beratungen im Stadtrat und den Eröffnungs- und Jubiläumsfeiern, die seine Zeit auffraßen.
Das war das einzige, was er sorgfältig durchführte: seine Reden zu schreiben. Darauf legte er Wert, denn das war seine Begabung. Er war ein glänzender Redner. Und deshalb hatte man ihn auch gewählt.

Es war auch damals schon üblich, sich von Äußerlichkeiten blenden zu lassen. Deshalb ließen sich die Bürger von seinen großartigen Reden täuschen und niemandem fiel das Chaos im Rathaus auf, denn eine Putzfrau durfte nicht hinein in das Arbeitszimmer. Aber die kleinen Heinzelmännchen waren dort. Für sie waren Wände und Türen kein Hindernis. Und sie schlugen hilflos die Hände über dem Kopf zusammen ob dieser Unordnung. Wo sollten sie anfangen? Wie sollten sie sortieren?
Zu ihrem größten Unglück fehlte ihnen schon seit längerer Zeit ein Oberheinz für das notwendige Kommando. Seit dem Drama in Köln, wo dieser auf den Erbsen ausgerutscht war und mit gebrochenem Bein zurückgelassen werden musste, waren die kleinen Männlein führerlos.
Aber sie waren weiterhin bereit, jedem zu helfen, der ihren Namen trug. Und der Bürgermeister des kleinen Städtchens hatte das Glück, Heinz zu heißen.

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